Über uns

Während in Bonn die Staats- und Regierungschefs zur inzwischen 23. Weltklimakonferenz zusammenkommen, bleiben wir zu Hause in Berlin und werden hier selbst aktiv. Weil der Wandel vor der eigenen Haustür beginnt. Wir sind ein offenes Bündnis aus Stadtbewohner*innen, alle können mitmachen. Unser gemeinsames Ziel, eine klimafreundliche, solidarische und nachhaltige Stadt, soll andere Menschen an anderen Orten weltweit inspirieren. Wir warten nicht. Wir fangen einfach selbst an.

Wer sind wir und wie arbeiten wir? Wir sind ein Bündnis aus Stadtbewohner*innen, einige kannten sich schon aus dem Baumhaus, andere sind neu dazugekommen. Einige sind schon in lokalen Projekten aktiv, aber das ist keine Voraussetzung. Wir haben keine großen Organisationen im Rücken, aber wir glauben, dass wir, so wie wir sind, einen Unterschied machen können – wenn wir uns zusammenschließen und gemeinsam handeln. Wir sind zusammengekommen als Menschen in Berlin, die etwas verändern wollen, hier vor Ort. Es gab einen Aktionsaufruf vom Klima-Team im Baumhaus. Daraus hat sich dann ein Kern-Team gebildet, das die COB1 vorbereitet hat. Wir arbeiten selbstorganisiert und ehrenamtlich. Als Orga-Team koordinieren wir das Programm, organisieren die Versammlung und einen zentralen Info-Punkt während der zwei Wochen Konferenz. Wir freuen uns über Unterstützung!

Was machen wir und warum machen wir das? Die COB ist eine selbstorganisierte Klimakonferenz von & für Berliner*innen, die vom 5.-18. November stattfindet – parallel zur Weltklimakonferenz (COP23). Die COB1 ist gedacht als Auftakt für einen langfristigen Prozess, um Berlin zu einer klimafreundlichen, solidarischen und nachhaltigen Stadt zu machen. Vor 23. Jahren hat hier in Berlin die erste Weltklimakonferenz (COP1) stattgefunden. Die Weltgemeinschaft ist damals zusammengekommen, um gemeinsam den Klimawandel zu stoppen. Stattdessen haben Umweltzerstörung und Ausstoß von Treibhausgasen immer weiter zugenommen. Auf der COP21, über 20 Jahre danach, wurde das „Paris Agreement“ verabschiedet, das die globale Antwort auf die Bedrohungen des Klimawandels geben soll. Leider greift aber auch das viel zu kurz: Die freiwilligen Selbstverpflichtungen der Staaten bringen uns in eine Welt mit mehr als 3 Grad Erderwärmung. Für viele Menschen vor allem im globalen Süden bedeutet das den Verlust ihrer Lebensgrundlagen. Uns allen droht ein unvorstellbares Klimachaos. Und in der Realität sieht es noch schlimmer aus als auf dem Papier von Paris: Der mächtigste Mann der Welt leugnet den Klimawandel; Rassisten und Menschenfeinde sind in vielen Ländern Europas auf dem Vormarsch und sitzen mit der AfD jetzt auch im deutschen Bundestag. Wir wollen das nicht hinnehmen. Wir hier in Berlin wollen zeigen, dass solidarisches und nachhaltiges Zusammenleben möglich ist – weil wir es schon praktizieren. Wir wollen uns vernetzten, um die Vielzahl der positiven Alternativen, die schon gelebt werden, sichtbar zu machen.

Wir wollen eine dekarbonisierte, gesunde und lebenswerte Stadt. Wir wollen eine Stadt, in der wir gut leben können, ohne dabei die Lebensgrundlagen von anderen Menschen zu bedrohen. Wir wünschen uns, dass die COB1 ein Zeichen setzen und als Inspiration dienen kann für anderen Menschen in Berlin und in anderen Städten in aller Welt. Wir wollen keine Vorgaben machen und können keine Patentrezepte verschreiben. Aber wir wollen hier vorleben, was möglich ist: In Solidarität mit allen Menschen weltweit, die von einem guten Leben für alle träumen. Wenn viele Menschen an vielen Orten selber kleine Dinge tun und sich zusammentun, können wir die Welt verändern. Deshalb fangen wir hier in Berlin an.

Mit dabei u.a.

Alex, Alica, Luca, Franziska, Gerard, Julia, Karen, Lara, Lisa, Marlon, Martina, Pia, Scott, von Baumhaus, Berlin 21, Berlin im Wandel, foodsharing, ….

Alexandre Schütze

Kam vor einigen Jahren aus Frankreich nach Berlin um irgendwas mit Klima zu studieren. Blieb dann aufgrund des guten sozialen Klimas. Versucht zu beidem mit seinem Projekt “Berlin im Wandel” beizutragen.

Bei der COB1 bin ich dabei, weil ich noch ein bisschen Optimismus und Energie für den Kampf gegen den Klimawandel und für einen Systemwandel übrig habe.“

Julia Hoffmann

Hat das alternative und internationale Leben vor 2,5 Jahren nach Berlin gezogen.

“Bei der COB1 mache ich mit, weil ich an den konkreten Wandel in unseren Nachbarschaften glaube. Der ist nicht abstrakt und kommt aufgesetzt von oben, sondern aus unserer Überzeugung. Er ist sichtbar, macht Spaß und lädt alle ein, dabei zu sein. Von der COB1 geht für mich daher ein positives Signal aus, dass noch mehr Leute diesen Wandel mitgestalten können und dass Politik und Wirtschaft unter Handlungsdruck setzt.”

Gérard Roscoe

engagiert sich seit 2 Jahren als Botschafter für Berlin bei foodsharing, damit weniger Lebensmittel in der Mülltonne landen.

„Ich habe einen Traum…dass wir uns verbunden fühlen miteinander. Und dass wir wollen, dass alle Menschen auf der Erde ein gutes Leben führen können. dass wir uns verbunden fühlen mit der Erde und dem Universum und wir deswegen auf einen nachhaltigen Lebensstil achten. Wir müssen uns und unseren Umgang mit Ressourcen ändern. Wir, das sind die Menschen in den hoch entwickelten Ländern. Wer sonst wenn nicht du und ich hat die Möglichkeit, einen Wandel herbei zu führen? dass das Mitgefühl für- und die Kooperation untereinander unser Leben bestimmen und wir frei sind darin, zu lernen, wann und was auch immer wir wollen. Erfahrungen zu machen und sich zu verändern, sind Grundlagen des Lebens, daher sollten wir zu jeder Zeit auch die Möglichkeit dazu haben. Selbstbestimmtes Handeln, sinnvolle Tätigkeiten und überschaubare soziale Zusammenhänge können wesentlich zur Zufriedenheit beitragen – und dadurch den ‚Frieden‘ stärken.“

Lara Eckstein

… hangelt sich seit zwei Jahren durch Berlin, engagiert sich für Klimagerechtigkeit, Feminismus und dezentrale Selbstorganisation.
Bei der COB1 bin ich dabei, weil:

“… ich 2015 von der Klimakonferenz in Paris zurückgekommen bin, wütend und voller Tatendrang. Wütend, weil ich wieder einmal mitansehen mussten, wie Regierungen falsche Lösungen propagieren und dabei Menschenlebens aufs Spiel setzen. Aber auch inspiriert von den vielen Graswurzelinitiativen, die eigene, echte Lösungen bereits umsetzen. Das können wir auch hier in Berlin! Ich will meinen eigenen CO2-Fußabdruck verkleinern, und ich will kollektive Utopien schaffen, die wir gemeinsam leben können – als Alternative zur Vereinzelung des Neoliberalismus und als klares Statement gegen jede Form von rechtsradikalem, menschenfeindlichen Gedankengut.”